Spiele 2009

 

Zunächst wurden die jeweils fünf Spiele der beiden Teams vor dem Event vorgestellt:

Stadtjogy-Spiel:
Tennis
Wie jeder weiss, wird von den Stadbewohnern gerne Tennis gespielt. Auch hier tritt ein Stadtjogy gegen ein Landei an. Aber alle weiteren Details dieser Variante unterscheiden sich dann doch wesentlich vom herkömmlichen Tennis!

Landei-Spiel:
LNF
Wie weitläufig bekannt, ist das Fahren und oder bzw. Bedienen von Landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen standardmäßig in den Genen der Landbevölkerung verankert. Folglich darf dieses Spiel nicht fehlen. In diesem Wettstreit wird es auf logisches Denken und Verstehen von technischen Abläufen ankommen.

Stadtjogy-Spiel:
Messerwerfen
Leider ist in den Städten bekanntermassen die Kriminalitätsrate weit höher als auf dem Land. Deswegen ist es für jeden Städter wichtig, sich verteidigen zu können. Hier wollen wir zeigen, das es nicht um das Töten geht sondern darum, zu zeigen, welche Genauigkeit bei spitzen Waffen möglich ist, ohne jemanden zu gefährden.

Landei-Spiel:
Auch Tiere brauchen Futter
Bevor das Fleisch in der Kühltruhe landet war es ein ganzes Tier. Dieses Tier musste ernährt werden. Wir möchten in diesem Spiel die Arbeit des „einfachen“ Landwirts näher bringen… „Denn das Fleisch wurde nicht bei Meica erfunden ;-)“

Stadtjogy-Spiel:
Schach
Das ist das Spiel der Könige. Könige wohnen in der Stadt.

Landei-Spiel:
Wiesenhof
Wie auf jedem Hof sind auch hier Lebewesen im Spiel. Dieses Spiel soll die Schwierigkeiten verdeutlichen, die das Zusammenleben von Mensch und Tier mit sich bringt. Mensch und Tier sind nicht immer einer Meinung. Wer hier verliert ist offen, aber das Ergebnis ist immer das gleiche.

Stadtjogy-Spiel:
Fahrrad fahren
Wer sich in der Stadt vernünftig fortbewegen will, der nimmt das Fahrrad: Schnell, billig und flexibel, ausserdem keine Parkplatzsorgen. In diesem Spiel werden wir feststellen, wer quasi auf dem Fahrrad gross geworden ist.

Landei-Spiel:
Schützenkönig
Seit Jahrhunderten ist auf dem Land die Wahl des Schützenkönigs Ehrensache! Auch wir wollen den neuen Schützenkönig krönen.

Stadtjogy-Spiel:
Manhattankegeln
Nein, nicht mit irgendwelchen Kugeln viele Ziele abballern. Hier ist städtisches Geschick und strategisches Handeln gefragt. Mann gegen Mann und es gibt ein grosses Spielfeld, sogar Holz!

Landei-Spiel:
Müller
Wie und womit der „Müller“ sein Geld verdient weiß doch jeder. Wir möchten diese alte Verfahrensweise der Rohstoffgewinnung neu aufleben lassen.

Team-gegen-Team:
Arm drücken, jeder gegen jeden

Und wie ist es nun gelaufen, was war los?

Um es vorweg zu nehmen:

Die Land-Eier haben gewonnen. Meinen Glückwunsch!

Nun aber der Reihe nach (aus der Sicht eines bescheidenen Stadtjogies):
Alle Teams waren pünktlich da, das Wetter war super und wir konnten anfangen, die Spiele auszulosen. Witzigerweise hatten sowohl Markus als auch ich für alle die passenden Umschläge vorbereitet. Nun kam das komische: Wir zogen unsere Umschläge und beim öffnen stellte sich heraus, das in einem Team einige Spiele doppelt waren, das ging ja nicht. Also nahmen wir den zweiten Satz. Aber auch hier das gleiche merkwürdige Phänomen. Irgendwie hatten Markus und ich den gleichen Denkfehler gemacht. Also wurde Bierpause verordnet und wir beide setzten uns hin, um das ganze zu überdenken. Nach einer Weile haben wir es dann neu sortiert und die Verlosung hat dann auch geklappt. Aber wo genau der Fehler war weiss ich bis heute nicht. Muss Markus mir noch mal erklären 😀

Wir notierten die Spieler und Spiele auf einer Tafel und konnten beginnen.

Leider ist Sabrina, die von uns geplante Schiedsrichterin, nicht erschienen. Aber immerhin war ja die Nadine von Seiten der Land-Eier zur Stelle und hat die Spiele neutral begleitet. Das hat sie auch sehr gut gemacht, Danke noch mal!

Gleich das erste Spiel war schon mal der Hammer:

LNF = Landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge. Wir waren schon vorher beeindruckt von dem riiiiiesigen Radlader, der auf die Weide kam. Dagegen sah Markus sein eigener richtig pupsig aus… Bei dem Spiel musste man folgendes machen:

Einer Kettensäge das Blatt samt Kette anbauen und damit dann von einem Balken ein 15cm-Stück absägen. Dann musste man an einem schon etwas grösseren Aufsitzmäher, fast schon ein kleiner Trecker, das Schneeschild anbauen, samt Hydraulik. Und zu guter letzt noch mit dem grossen Radlader quer über die Weide und zwei Boxpaletten her holen. Hier zeigte sich auch schon, dass die Landmenschen wesentlich schlauer waren: Wir mussten anfangen und hatten nicht die erhoffte Gelegenheit, uns ein paar Tipps abzugucken. Respekt, pfiffig gemacht!

Gut, das Stephan dieses Spiel machen musste, er hat dabei eine echt gute Figur gemacht! Keiner anderer aus unserem Stadt-Team hätte das besser hingekriegt. Leider ist ihm die Kettensäge nach dem ersten Start wieder ausgegangen: Abgesoffen. Er wusste sich gut zu helfen, ging fachmännisch zu Werke, die Mühe wurde aber nicht belohnt (Klick).

Das Schild anbauen war auch nicht ganz problemlos, da die Hydraulikanschlüsse nicht einfach so drauf wollten. Mike hat aber noch etwas geholfen bzw. Tipps gegeben und ist mit seinem eigenen Mäher nicht zimperllich gewesen, Danke dafür.

Mit dem Radlader die Paletten holen ging eigentlich recht gut, aber irgendwie hatte Stephan nicht mitbekommen, dass der Radlader mehrere Gänge hat und durchaus auch schneller fahren kann 😉

Egal, durch die Kettensäge war eh schon viel Zeit verloren, insgesamt 16min hat er gebraucht. Dazu nahmen wir noch 4 Strafminuten, weil er ja das Stück nicht absägen konnte. So konnte Mike uns dann in aller Ruhe zeigen, wie echte Männer sowas machen und war dann glaube ich auch nach 7 Minuten fertig.

Dann kam ein Stadt-Spiel: Tennis.
Das sollte mit einer alten Spielkonsole an einem Fernseher stattfinden. Dummerweise hatte ich die Fernbedienung nicht eingepackt und so konnten wir nicht die richtige Frequenz einstellen. Angela durfte dann nach Oldenburg düsen und die holen. Also haben wir erst ein anderes Spiel gemacht:

Schach. Blitzschach.
Ich gegen Kai. Leider war ich viel zu unkonzentriert und habe sauber beide Spiele verloren. Kai hat ruhig und übersichtlich seine Züge gemacht, immer vorausschauend und ohne Zeit zu verplempern. Ich war ihm schlicht nicht gewachsen.

Nun kam ein echter Landwirt auf die Weide gefahren, mit einem Viehanhänger. Und so wussten wir, welches Spiel wir als nächstes machen:
Müller.

Uns war nicht ganz klar, was der Name mit der Kuh zu tun hat, aber bei „Müller-Milch“ hats dann geklingelt 😉 Hartmut hatte das Los gezogen. Er hatte zwei Minuten Zeit, soviel Milch wie möglich rauszuholen. Der Landwirt stand dabei und hat Hartmut behutsam erklärt, worauf es ankommt. Die Kuh begrüssen und so. Netterweise hat er sogar kurz an die Zitzen gefasst und ein, zwei Spritzer gemolken, so dass Hotte nicht ganz doof vor der Kuh sass. Aber er stellte sich gar nicht dumm an, aber leider hat die Kuh mittendrin den Eimer umgehauen, so war ein ganzer Teil Milch verloren. Er kam immer noch auf einen knappen achtel Liter!

Kai durfte dann zeigen, das er melken kann und schaffte wesentlich mehr, ohne was zu verschwenden.

Das nächste Stadtspiel: Fahrrad fahren.
Michael gegen Norbert. Die Jungs sollten die Schlösser der Fahrräder öffnen, mit denen dann zu einem Baum radeln. Dort war für jeden ein Beutel mit Zeitungen drin. Diese sollten auf dem Weg zurück in markierte Felder platziert werden und wer halt als erster da ist, hat gewonnen. Das Schlösser aufsägen hat leider nicht so recht klappen wollen und schlimmerweise hat Michael sich eine Schnittwunde am Finger zugezogen. Das blutete doch schon dolle. Also habe ich die Schlösser aufgeschlossen und die sind so losgedüst. Michael kam leider nicht richtig in Fahrt und so konnte der agile und flinke Norbert das Spiel gewinnen. Fair gelaufen, aber verloren für die Stadtjungs.

Weiter aufm Land: Wiesenhof.
Das bedeutet: Hühner fangen. Wer es am schnellsten schafft, hat gewonnen. Wir durften sogar anfangen, damit die Hühner noch nichts ahnen und Mark hat das sehr gut gemacht! Zügig und ohne Hemmungen, nur 53 Sekunden, dann waren die drei Hühner in der Kiste. Toll, fanden wir Städter!

Dann wurden die Hühner wieder rausgeholt und Markus musste die Zeit hinlegen. Obwohl diese nun total verstört und schreckhaft waren, schaffte Markus als erfahrener Hühnerbesitzer das auch in sehr guten 20 Sekunden. Wobei ich fand: Allein schon, dass unser Mark das überhaupt hinbekommen hat war schon ein kleiner Sieg 😉

Jetzt war auch Angela wieder da und wir konnten Tennis spielen. Hier mussten die beiden Kandidaten, Mark vs. Putzi, hinter dem Fernseher sitzen, so dass sie nicht sehen, was da passiert und der Rest der Teams musste seinem Spieler „hoch“ oder „runter“ ansagen, damit die mit dem Schläger den Ball treffen.

Auch hier war Mark sehr gut, das erste Spiel gleich mal 15:0 gewonnen. Aber es war ja Best of 3 angesagt und bei jedem Spiel werden die Controller getauscht, wegen der Angabe. Also mussten die Landmenschen nun sehen, dass sie gewinnen, um zum entscheidenden dritten Satz zu kommen. Nun war Putzi schon viel besser im Spiel, leider hat Mark aber die 15 Punkte etwas eher holen können. Ein kleiner Punkt für die Städter, nun war das Ergebnis nicht mehr ganz so arg.

Jetzt war „Schützenkönig“ an der Reihe.
Mit einem CO2-Repetierer auf Dosen schiessen. Das Gewehr hat eine Trommel mit acht Schuss. Wer damit die meisten Dosen runterschiesst hat gewonnen. Putzi und ich durften das machen. Nun ist Putzi Jäger, also konnte ich ganz entspannt an die Sache rangehen, da ich mir keine Chancen ausmalte. Nur eben nicht ganz doof dastehen. Erschwerenderweise kam etwas heftiger Wind auf, aber da mussten ja beide mit leben. Markus hat das gut gelöst, in dem er das Gerüst mit den Zielen dann so stellte, das der Wind diese nicht beeinflussen konnte. Ich schoss meine acht Schuss und immerhin lagen danach 5 Dosen auf dem Boden. Nicht übel, fand ich, aber sicher nicht genug. Nun musste Putzi das nur noch besser machen. Er war ganz gut dabei, aber leider kam er mit dem Gewehr nicht ganz zu recht. Am Ende lagen bei Putzi 7 Dosen unten, er hatte dieses Spiel eindeutig gewonnen.

Stadtspiel Messerwerfen war nun an der Reihe.
Stephans Ding. Er hat geplant und gebaut und durfte das Spiel auch für die Städter bestreiten. Aus diversen Gründen (ich habe es versucht, war aber nicht in der Lage, passende Messer zu finden) haben wir nicht mit Messern geworfen sondern mit kleinen gebastelten Pfeilen durch ein Blasrohr (Strohalm Burger King) gepustet. Ziel war es nicht nur, zu treffen, sondern richtig zu treffen. Denn wenn man die nette Frau in der Mitte traf, gab es Minuspunkte. Damit beide die gleichen Chancen haben und sich auch in Ruhe einschiessen konnten, haben wir die Jungs nicht abwechselnd schiessen lassen, soll ja fair bleiben wie bei allen Spielen.

Also durfte erst Mike seine Pfeile verschiessen und traf auch von dem Dutzend 100 Punkte, das  war haarscharf! Sonst oft nur knapp daneben, das wurde eng! Danach musste dann Stephan die Punkte toppen und musste sich richtig anstrengen, denn einmal hat er die Frau getroffen und 50 Miese kassiert. Dennoch hat er glücklich mit 170 Punkten gewonnen.

„Auch Tiere brauchen Futter“, was kann das wohl heissen?
Tja, mit einer Sense, wie viele sie nur noch vom Opa kennen, musste ein Stück Weide gemäht werden. Vorher war es angebracht, die Sense zu schärfen. Wieder waren Norbert und Michael die auserwählten und Norbert hat das wirklich mal sehr geschickt und mit Erfahrung durchgezogen. Dieses Spiel wurde so durchgeführt, das beide gleichzeitig loslegen und eben als erster fertig werden mussten. Für Michael war das nichts, es war noch kaum ein Halm geschnitten, da war Norbert schon fertig. Hat der Norbert echt professionell gemacht, keiner der Stadtheinis konnte das annähernd so gut!

Nun fehlte noch ein Stadt-Spiel: Manhattankegeln.
Das war eigentlich nur „Kubb“, ein norwegisches Feldspiel mit Holzklötzen und Wurfstäben und einem König in der Mitte. Evtl. kennt das der ein oder andere, deswegen hatte ich mir einen anderen Namen ausgedacht 😉
Hotte vs. Markus und Markus durfte anfangen, da er das erste Holz näher an den König warf. Es war recht spannend aber Hartmut hatte wohl die glücklichere Hand, so hatte er als letztes den König umgeworfen als Markus anfing, Zielgenau zu treffen. Doch noch ein Sieg für die Stadtjungs!

7:3 war am Schluss das nüchterne Gesamtergebnis, insgesamt aber spannend und Abwechslungsreich. Lustig war es allemal und natürlich gab es im Anschluss noch ein schönes Beisammensein mit Grillen, Bier und einem echt mal wärmenden Feuer!

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